Werte-Blog

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Das neue Solid Depot im Fokus: Mehr Stabilität und mehr KI für volatile Märkte

1. Dezember 2025
von Andreas W. Korth

– Unser Blick auf das aktuelle Börsenumfeld / Marketinginformation zu den Strategiedepots Verantwortung –

  1. Der Blick zurück:

Das 1. Halbjahr war geprägt durch die erratische Trumpsche Zollpolitik und einen Einbruch des Werts des US Dollar um mehr als 10%. Im zweiten Jahr überwog dann wieder die Hoffnung auf einen Technologie- und Produktivitätssprung durch KI was vor allem zu einer Rallye bei den Technologietiteln führte. Da diese Werte in vielen Indizes ein immer größeres Gewicht haben, sind auch die Marktindizes auf neue Höchstwerte geklettert. Auch wenn wir aus europäischer Sicht immer noch auf unseren Währungsverlusten des US Dollar sitzen geblieben sind, haben sich die Kurse in den deutschen Depots deutlich erholt und bewegen sich meist wieder leicht im positiven Bereich.

Statistisch ist der Oktober eher ein schwacher Börsenmonat und von daher gab es einige Marktteilnehmer, die sich für den abgelaufenen Monat eine Korrektur gewünscht hätten, um verbilligt in den Markt zu kommen. Doch diesen Gefallen haben die Märkte all denen nicht gemacht, die noch Investitionsbedarf haben und dabei auf Schnäppchen hofften. Statt dessen ging es im Schnitt wieder 2% in den breiten Indizes bergauf.

Eine Korrektur hat stattdessen der Goldpreis in den letzten 2 Wochen hingelegt. Nach einer fast beispiellosen Kursjagd ist die Pause für das Gold eher als gesund zu betrachten, um in den kommenden Monaten die Kraft für neue Höchstkurse zu sammeln. Denn die Welt ist noch nicht wieder aus dem Krisenmodus heraus und die internationalen Zentralbanken sind weiter bemüht, den US Dollar durch das Gold als Reservewährung abzulösen.

2. Der Blick auf unsere Strategien:

Gestützt durch die positive Einschätzung durch unser KI gestütztes Risikomanagement-system CARA haben wir im Oktober die Aktienquoten in unseren Strategien leicht erhöht. Damit konnten die Kundendepots von dem Rückenwind der Märkte durchgängig gut mit 2-3% Zuwachs profitieren. Daran änderte auch die Korrektur im Goldpreis nichts, obwohl Gold im Oktober in den Strategien weiterhin mit 10% und mehr gewichtet war.

Die Strategien konnten damit alle zum Stichtag 31.10. die Verluste des laufenden Jahres ausgleichen und mindestens kleine Gewinne ausweisen.

Nachstehend die Übersicht über die verschiedenen Strategien:

Quelle Reuss Private, Morningstar. Stand 31.10.2025, Alle Angaben zur Wertentwicklung berücksichtigen das durchschnittlich vereinbarte Vermögensverwaltungsentgelt.
Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklung. Auflagedaten und Benchmarks:
Safe Depot Verantwortung:
01.02.2016, 100% – Euribor 12 Monate
Solid Depot Verantwortung:
01.03.2016, 100% – Mischfonds Flexible Allokation – Global
Dynamik Depot Verantwortung:
01.04.2016, 25% Mischfonds Flexible Allokation – Global / 75% Mischfonds Aggressive Allokation – Global
Offensiv Depot Verantwortung:
18.10.2019, 25% Mischfonds Flexible Allokation – Global / 75% Mischfonds Aggressive Allokation – Global
WachstumsAktien Verantwortung
01.08.2023, 100% Mischfonds Aggressive Allokation – Global

3. Sonderkommentar zum Solid Depot Verantwortung:

Im Juni fand bei der Verantwortlichkeit für das Solid Depot ein Personalwechsel statt. In diesem Zuge wurde die Strategie des Solid Depots weitreichend überarbeitet:

  1. Reduzierung der Schwankungen und Verlustphasen: In der Vergangenheit wurde in dieser Strategie Wert auf ein sehr breites Anlageuniversum von aktiven Fonds gelegt. Die Auswahl erfolgte ausschließliche unter dem Blickwinkel von attraktiven Risiko-/Renditeverhältnissen. Doch nicht selten konnten die jeweiligen Fondsmanager, die sich durch eine Überperformance ausgezeichnet hatten, diesen Mehrwert nicht dauerhaft sicherstellen. So gab es bei einzelnen Fonds nach starken Aufwärtsbewegungen auch sehr volatile Korrekturen. In Zukunft setzen wir im Solid Depot mehr auf breit gestreute Indexfonds, die genau wie die aktiven Fonds auch nachhaltige Anlagekriterien erfüllen. Daneben nutzen wir weiterhin auch vermögensverwaltende Fonds, die über eine intelligente Risikosteuerung verfügen, um Schwankungen zu reduzieren.
  2. Reduzierung der menschlichen Fehlerquote: Abweichend von der bisherigen Vorgehensweise gibt es nun einen festen Zusammenhang von der angestrebten Aktienquote in den jeweiligen Strategien und der Signallage unsers KI gesteuerten Risikomanagementsystems CARA. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne kursrelevante Faktoren (wie z.B. die US Zollpolitik) die Gesamtstrategie zu stark beeinflussen können.
  3. Über das gesamte Fondsportfolio überwacht unser KI System CARA den jeweiligen Markt und unterstützt uns damit bei der Steuerung der Aktienquote.
  4. Kostensenkung bei den Zielfonds: Bei der Auswahl der Fonds setzen wir verstärkt auf institutionelle Tranchen mit stark reduzierten Kostenquoten. Wir vermeiden nun auch den Kauf von Fremdwährungsfonds, weil diese seit einiger Zeit von der Depotbank mit erhöhten Kosten abgerechnet werden. Während das Solid Depot bei Auflage in 2016 noch rd. 1,5% an Fremdfondskosten tragen musste, haben sich diese Kosten nun auf 0,75% halbiert. In dem Zuge sinken zwar die Rückvergütungen aus Kick-Backs, der Nettoeffekt der Kosteneinsparungen liegt für die meisten Kund:innen dennoch bei mehr als einem halben Prozent. Über die Details der Kosten- und Gebührensenkungen informieren wir unsere Investor:innen noch separat.

Mit diesen Änderungen sehen wir das neue Solid Depot gut gewappnet für die kommenden Jahre, die aus heutiger Sicht vermutlich weiter von starken Marktbewegungen in beide Richtungen geprägt sein werden. Zu Beginn des neuen Jahres wird auch das Dynamik Depot von diesen Neuerungen profitieren. Wir werden dazu noch einmal gezielt berichten.

4. Der Blick nach vorn

Die Angst vor einer KI Blase sorgt im November weiter für Nervosität. Noch ist unklar, wie schnell die Produktivitätsgewinne durch KI in den Unternehmenszahlen positive Spuren hinterlassen. Je mehr Unternehmen von erfolgreichen Implementierungen der KI Anwendungen berichten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der aktuelle Hype in einen breiteren Börsenaufschwung mündet. Falls diese Nachrichten ausbleiben, muss umgekehrt vermutet werden, dass die massiven Investitionen in Rechenzentren und KI Chips sich nicht bezahlt machen. Dann würden die luftigen Bewertungen der entsprechenden Technologieaktien unweigerlich korrigiert.

Welche Argumente sprechen für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung und eine Jahresendrallye?

Immerhin vier Punkte können die Optimisten für sich verbuchen:

1. Zinssenkung und Geldpolitik, da nicht nur weitere Zinssenkungen zu erwarten sind, sondern weil auch die Anleihenverkäufe der US Notenbank zur Reduzierung der Marktliquidität bald abgeschlossen sind.

2. Ein Ende des Shut Downs, der mit seiner Rekorddauer den Konsumenten und dem Aktienmarkt einiges an Liquidität entzogen hat.

3. Entspannung bei Zollpolitik, z.B. durch einen Burgfrieden mit China in Sachen seltene Erden und nicht zuletzt

4. Gute Unternehmensergebnisse aus der aktuellen Berichtssaison.

Bei alledem bleibt die Ungewissheit, wie schnell sich die Produktivitätsgewinne durch KI tatsächlich in den Unternehmenszahlen widerspiegeln. Insofern klettern die Kurse aktuell an einer Mauer der Angst langsam weiter nach oben. Langfristig orientierte Anleger:innen sollten sich daher nicht von den Stimmungsschwankungen entmutigen lassen.

Unser Risikomanagementsystem CARA und wir halten das Geschehen weiter im Blick und halten Sie gern informiert.

Hennef, 13.11.2025

Andreas W. Korth

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Stand: November 2025

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