Werte-Blog

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Warum der US Dollar für uns wichtig ist

11. Juli 2025
von Andreas W. Korth

– Unser Blick auf das aktuelle Börsenumfeld / Marketinginformation zu den Strategiedepots Verantwortung –

  1. Der Blick zurück:

Die Weltpolitik hält die Börsen im ersten Halbjahr 2025 in Atem: Seit dem Amtsantritt von Donald Trump zeigten sich die internationalen Aktienmärkte extrem volatil: Vor allem in den USA kam es zu Bewertungskorrekturen von über 20%, insbesondere bei Technologie- und Wachstumswerten. In Europa und vor allem in Deutschland profitierten die Aktienmärkte hingegen von der Abkehr in den US Märkten und der geringeren Budgetdisziplin vor allem der neuen deutschen Regierung. Nach der Kehrtwende von Trump bei seiner Zollpolitik im April gab es eine entsprechenden Aufholrallye, so dass die US Märkte – und auch der MSCI World Index – Ende Juni die alten Höchststände aus dem Februar leicht übertreffen konnten.

Was sich auf der Ebene der Aktienkurse insgesamt als eine erfreuliche Erholung darstellte, war in den Depots der europäischen Anleger allerdings nicht in gleichem Umfang sichtbar. Ursache dafür war die enorme Schwäche des US Dollar seit Jahresbeginn. Im Juni verlangsamte sich die Aufwärtsbewegung an den Märkten in den USA spürbar, während die Indizes in Europa sogar leicht rückläufig waren.

Währungsseitig verlor der US-Dollar im Jahresverlauf gegenüber dem Euro rund 12% seines Wertes, da aufgrund der erratischen Politik des Präsidenten der USA das Vertrauen der internationalen Investoren in die Stabilität der amerikanischen Politik und seiner Wirtschaft schwindet. Die nachstehende Graphik zeigt diesen Wertschwund sehr deutlich: 

Graphik: Verlauf des Wechselkurses USD / EURO vom 4.1. bis 3.7.2025:

Quelle ONVISTA

Quelle ONVISTA, Stand 03.07.2025, Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklung.

Diese Währungsverluste reduzierten für europäische Anleger mit einem breit gestreuten internationalen Portfolio die Renditen erheblich, so dass diese Positionen seit Jahresbeginn noch teilweise deutlich im Minus stehen.

2. Der Blick auf unsere Strategien:

Im Vergleich zum Vormonat zeigen die Strategien nur wenig Veränderung, weil die überschaubaren Kursgewinne bei den Wertpapieren auch im Juni von der US Dollarschwäche kompensiert wurden.
Damit bleiben die Strategien in diesem Jahr leicht unter den jeweiligen Benchmarks, was sich durch die vorsichtigere Positionierung seit Ende März erklärt. Auch wenn sich die kurzfristigen Absicherungen gegen einen richtigen Crash rückblickend als nicht notwendig erwiesen haben, hat es dazu beigetragen, dass viele unserer Investor:innen die kurzzeitige Krise im April mit deutlich weniger Stress durchleben konnten.

Quelle Reuss Private

Quelle Reuss Private, Morningstar. Stand 30.06.2025, Alle Angaben zur Wertentwicklung berücksichtigen das durchschnittlich vereinbarte Vermögensverwaltungsentgelt. Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklung. Auflagedaten und Benchmarks:
Safe Depot Verantwortung:
01.02.2016, 100% – Euribor 12 Monate
Solid Depot Verantwortung:
01.03.2016, 100% – Mischfonds Flexible Allokation – Global
Dynamik Depot Verantwortung:
01.04.2016, 25% Mischfonds Flexible Allokation – Global / 75% Mischfonds Aggressive Allokation – Global
Offensiv Depot Verantwortung:
18.10.2019, 25% Mischfonds Flexible Allokation – Global / 75% Mischfonds Aggressive Allokation – Global
WachstumsAktien Verantwortung
01.08.2023, 100% Mischfonds Aggressive Allokation – Global

3. Der Blick nach vorn:

Auch wenn sich in den aktiven Strategien aus dem Markteinbruch im April kein wirtschaftlicher Vorteil erwirtschaften lies: Unser KI Modell CARA® hat die Marktbewegungen als wichtiges Lernfeld nutzen können. Wir haben einen weiteren Innovationsschritt vornehmen können, der nicht nur CARA®, sondern auch das Zusammenspiel zwischen den menschlichen Entscheidern und dem System deutlich vorangebracht hat.

In den letzten Wochen hat dieses Risikomanagementsystem die Ampeln zunehmend wieder auf „Grün“ gestellt. Diese Signallage steht damit im Einklang mit der Einschätzung vieler erfahrender Marktbeobachter. Denn aktuell läuft für Donald Trump und die US Wirtschaft vieles gut:
1. Es scheint, dass sich die offenen Handelskriege um die Zollpolitik vermeiden lassen. Sofern noch keine „Deals“ gemacht wurden, wird es für alle gesprächsbereiten Handelspartner zumindest einen zeitlichen Aufschub geben.
2. Sofern die Zollpolitik der USA moderat bleibt, sollte sich der Inflationseffekt dieser Maßnahmen in engen Grenzen halten. Das macht den Weg für die FED (die US Zentralbank) frei, die Zinsen weiter zu senken.
3. Sinkende Zinsen reduzieren die Belastung des US Haushalts und sorgen an dieser Front für Entspannung. Zudem heizen sinkende Zinsen immer auch den Aktienmarkt an.
4. Durch die US Dollarschwäche steigen die Gewinne der exportorientierten US Unternehmen, vor allem auch bei den international tätigen Technologie-Giganten. Das zu erwartende Gewinnwachstum schafft weiteres Wachstumspotenzial für die Börse

Diese Verbesserungen der Rahmenbedingungen lassen die US Aktienmärkte insgesamt wieder attraktiver erscheinen und könnten kurzfristig auch einige Anleger wieder von Europa in die USA zurückbringen. Kurzfristig spricht dies durchaus für eine Gegenbewegung an den Währungsmärkten zu Gunsten der US Währung. Dennoch hat der US Dollar als unangefochtene Weltreservewährung an Glanz verloren. Sowohl die politischen Unsicherheiten als auch die zunehmende Verschuldung der USA führen dazu, dass große Anleger und auch die Zentralbanken über eine Diversifizierung ihrer Reserven zu Lasten des USD nachdenken.

Die Präferenzverschiebungen bei den großen Devisen sind für uns als Investoren also von hoher Relevanz und bedürfen einer erhöhten Aufmerksamkeit. Mit Blick auf die verbesserten Perspektiven für die US Unternehmen orientieren wir uns in unseren aktiv verwalteten Strategien wieder etwas mehr in Richtung USA. Die neue Brisanz bei der Bewertung des US Dollar veranlasst uns allerdings dazu, verstärkt auch Fonds zu nutzen, die währungsgesichert sind.

Rückblickend hat es sich für unsere langfristig orientierten Anleger:innen wieder einmal ausgezahlt, kühlen Kopf zu bewahren und Rücksetzer im Zweifel als Investitionschance zu nutzen. Sollte der Sommer eine saisonale Konsolidierung an den Märkten bringen, könnte sich erneut eine solche Gelegenheit bieten.

Sankt Augustin, 03.07.2025

Andreas W. Korth

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Stand: November 2025

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