– Unser Blick auf das aktuelle Börsenumfeld / Marketinginformation zu den Strategiedepots Verantwortung –
Kaum ein Finanzexperte kommt beim Blick auf das kommende Jahr bei seinem Kommentar um das Wort „Blase“ herum. Auch in „normalen“ Zeiten gibt es viele Medien und selbsternannte Börsengurus, die regelmäßig vor einem Börsencrash warnen. Dabei treffen diese Warnungen selten ein. Sie dienen den eher dem Interessen der Propheten, als dem Schutz der Anleger. Die Motive hinter den Crash-Warnungen sind vielfältig, z.B. Reputationsgewinn, wenn man mal einen „Treffer landet“, oder Profite durch Leerverkäufe oder Handelsgewinne bei erhöhter Volatilität. Vor allem Banken und Hedgefonds verdienen an der Angst, da sie in volatilen Zeiten höhere Umsätze und Beratungsnachfrage verzeichnen. Aber auch die Medien berichten überproportional über schlechte Börsentage, was zu einer verzerrten Wahrnehmung und einer aktienscheuen Bevölkerung führt.
Die Risiken, vor denen oft gewarnt wird – hohe Verschuldung, Geldmengenausweitung, geopolitische Unsicherheit und hohe Bewertungen – sind real, aber nicht immer akut. Dies gilt auch für die massiven Kurssteigerungen der Technologieaktien seit dem „Trump-Crash“ im Frühjahr. Ob aktuell tatsächlich eine KI-Blase existiert, ist unter Analysten umstritten; die Bewertungen sind hoch, aber die Gewinne vieler Tech-Unternehmen steigen ebenfalls rasant.
Mit diesem Marktbericht wollen wir uns nicht einreihen in den Kanon der Pessimisten. Dennoch stellen wir uns in diesem etwas ausführlicheren Marktbericht die Frage, wie eine Anlagestrategie aussehen sollte, die einerseits von den Chancen der Märkte profitiert und trotzdem eine gewisse Krisenresilienz besitzt.
- Der Blick zurück:
Bis zum Jahresende sind es nur noch wenige Handelstage. Wenn diese keine ungeahnten Überraschungen mehr bergen, sollte auf Basis der aktuellen Zahlen für alle chancenorientierten Anleger im US Dollar Raum das Jahr 2026 erfreulich ausfallen. [PS1] [PS2] Die Renditen bei Aktien und auch bei Gold haben sich seit dem Zollschock im Frühjahr deutlich erholt und sind auf US-Dollarbasis zweistellig gewachsen. Die Anleger im Euro Raum haben mit dem gleichen internationalen Portfolio aufgrund des starken Verfalls des USD immerhin kleine positive Renditen.
Damit gehen die Kapitalmärkte nun in das 4. Bullenjahr, wie man die Marktphasen gerne nennt, in denen die Aktienkurse im Gesamttrend nach oben laufen. Da die Bullenmärkte im Durchschnitt 5 Jahre dauern und teilweise auch mehr als 10 Jahre währen können, ist das per se noch kein besorgniserregendes Alter für eine Aufwärtsbewegung.
Was aber viele Skeptiker aktuell auf den Plan ruft, sind die hohen Bewertungen und die hohe Konzentration des Wertzuwachses bei einer Handvoll amerikanischer Technologieaktien. Letztlich ist es der Hype um die KI, der die Märkte in diesem Jahr erneut stabilisieren konnte. Im November gab es tatsächlich eine kleine Korrekturphase, vor allem auch, weil Sorge aufkam, dass die amerikanische Notenbank im Dezember die Zinszügel nicht lockern könnte. In der ersten Dezemberwoche scheint hingegen die Aussicht auf Zinssenkungen die Stimmung wieder zu heben.
2. Der Blick auf unsere Strategien:
Unser KI gestütztes Risikomanagement-System CARA AI hat im November keine Veränderung der Aktienquoten empfohlen. Dies hat per Saldo zu einer Seitwärtsbewegung bei den meisten Strategien beigetragen. Wie im letzten Marktbericht bereits näher erläutert, hat das Solid Depot einen Personalwechsel in der Betreuung und ein umfassendes strukturelles Update erfahren. Mit einem weiteren Zuwachs von einem halben Prozent hat sich die Umstellung weiter positiv ausgezahlt und die Aufholjagd zur Benchmark läuft weiter. Zum Jahresbeginn wird auch das Dynamik Depot ein solches Upgrade erhalten.
Nachstehend die Übersicht über die verschiedenen Strategien:

Quelle Reuss Private, Morningstar. Stand 30.11.2025, Alle Angaben zur Wertentwicklung berücksichtigen das durchschnittlich vereinbarte Vermögensverwaltungsentgelt. Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklung. Auflagedaten und Benchmarks:
Safe Depot Verantwortung:
01.02.2016, 100% – Euribor 12 Monate
Solid Depot Verantwortung:
01.03.2016, 100% – Mischfonds Flexible Allokation – Global
Dynamik Depot Verantwortung:
01.04.2016, 25% Mischfonds Flexible Allokation – Global / 75% Mischfonds Aggressive Allokation – Global
Offensiv Depot Verantwortung:
18.10.2019, 25% Mischfonds Flexible Allokation – Global / 75% Mischfonds Aggressive Allokation – Global
WachstumsAktien Verantwortung
01.08.2023, 100% Mischfonds Aggressive Allokation – Global
3. Der Blick nach vorn: Sicherheit in Krisenphasen
Als aktive Entwickler im Bereich KI sind wir selbst sehr überzeugt von den Chancen dieser Technologie. Doch ist der Beweis noch nicht erbracht, dass die Nutzer der KI wirklich so hohe Produktivitätssprünge erzielen, dass die hohen Investitionen in diese Technologie sich wirklich für alle Beteiligten rechnen. Zumindest ist statistisch belegt, dass es bisher keinen Technologiesprung in der menschlichen Geschichte gab, der mit dieser enormen Geschwindigkeit neue Anwender gewinnt. Ob gerechtfertigt oder nicht: Die Erwartungen für die Gewinnentwicklung für das kommende Jahr liegen hoch und die Furcht vor einem heftigen Markteinbruch grassiert.
Doch wie begegnet man dieser Furcht? Die folgenden 5 Strategien bieten einen Ausweg:
- Der Klassiker für die Krisenvorsorge im Depot ist die Beimischung von festverzinslichen Anleihen oder Rentenfonds. Doch es wäre gut möglich, dass die nächste Krise von Sorgen über die Schuldentragfähigkeit der großen Staaten oder hohen Kreditausfällen bei normalen Wirtschaftsunternehmen getragen wird. Dann wäre es gut möglich, dass die Kurse der Anleihen mit den Kursen der Aktien zusammen in den Keller gehen. Experten beobachten jedenfalls, der Gleichlauf zwischen Rentenpapieren und Aktien in den letzten Jahren immer höher wird. Damit sinkt die Chance, dass ein Depot durch die Beimischung von Renten stabilisiert werden kann.
- Vor allem die Regionalbanken und Sparkassen empfehlen Zertifikate als Krisenpapiere, weil diese innerhalb bestimmter Kurskorridore die Anleger:innen vor Verlusten bewahren können. Doch wenn die Schwankungen an den Märkten diese Bandbreiten übersteigen, kann es auch bei Zertifikaten zu empfindlichen Verlusten kommen. Die Chance/Risikorelationen dieser Zertifikate sind auch für Experten teilweise schwer einzuschätzen. Weil Zertifikate oft auch versteckte Kostenfallen haben, raten wir auch von dieser Form der Absicherung ab.
- Eine weitere in der Praxis diskutierte Option zur ergänzenden Risikostreuung können Edelmetalle sein; teilweise werden hierfür inzwischen auch Kryptowährungen genannt. Letztere haben sich allerdings in den vergangenen Krisen eher als Brandbeschleuniger verhalten und sind teilweise stärker gefallen als die Aktienmärkte. Weil es bei den Kryptowährungen keine andere Wertbegründung gibt, als die Knappheit, sehen wir diese Anlageklasse weiterhin skeptisch und auf keinen Fall als sicherer Hafen in Krisen. Die Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in den vergangenen Marktphasen gut zur Risikostreuung geeignet. Allerdings kann das aktuell hohe Kursniveau dazu führen, dass in belasteten Marktphasen vermehrt Gewinnmitnahmen auftreten. Viele unserer Anleger:innen halten bereits Goldquoten im Bereich von 10 % bis 20 %. Ob höhere Quoten sinnvoll sind, hängt stets von der individuellen Situation ab und erscheint aus heutiger Sicht nur eingeschränkt als zweckmäßig. Noch spekulativer als die Absicherung über Edelmetalle ist der Gebrauch von Derivaten. Abgesehen davon, dass diese Instrumente wirklich extremen Schwankungen unterliegen und nur in die Hände von erfahrenen Anleger:innen gehören: Je nervöser die Märkte werden, desto teurer ist auch diese Form der Krisenversicherung.
- Eine weitere Möglichkeit zur Risikosteuerung kann ein aktives Managementansatz sein. Dazu gehört etwa, die Aktienquote zeitweise zu reduzieren und den Barbestand zu erhöhen, um Marktbewegungen abzufedern. Ebenso kann in bestimmten Marktphasen eine Umschichtung von Wachstumswerten in defensivere Titel erwogen werden – also in Unternehmen, deren Produkte typischerweise auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nachgefragt werden. Eine solche Vorgehensweise kann in einzelnen Phasen zur Glättung der Schwankungen beitragen, bietet jedoch keine Garantie für einen erfolgreichen Verlauf.
- Doch dieses aktive Market-Timing bereitet auch erfahrenen Fondsmanagern immer wieder Kopfzerbrechen. Die Mehrkosten für solche Strategien haben sich in der Vergangenheit häufig nicht in besseren Ergebnissen niedergeschlagen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde werben die Verbraucherschützer für die Pantoffeldepots mit einer Mischung von Aktien- und RentenETFs, die vergleichsweise günstiger sind.
Mit der Nutzung von KI wird dieses Blatt sich nach unserer Einschätzung wieder wenden. Ein intelligentes System, das auf einer klugen Auswahl von Marktsignalen trainiert wurde, kann die Daten objektiver und systematischer analysieren als der erfahrenste Fondsmanager. Natürlich kann auch die Maschine nicht in die Zukunft schauen und neue Szenarien oder Muster nicht vorwegnehmen. In der klugen Symbiose von maschineller Intelligenz und menschlicher Erfahrung sehen wir allerdings gute Chancen, Anleger:innen gleichermaßen durch Krisen und Euphoriephasen an den Märkten zu begleiten.
Wie wir mit Hilfe von KI investieren und wie wir auf 2026 schauen, erfahren Sie in den aktuellen Live Webinaren unter der Überschrift: „KI und die Börse“ am:
Mi, 11.02.2026 um 18.00 Uhr
Do, 19.03.2026 um 18.00 Uhr
Mi, 13.05.2026 um 18.00 Uhr
Melden Sie sich gern telefonisch oder per E-Mail zu diesem spannenden Webinar an:
Telefon: 030 – 422 066 530
E-Mail: willkommen@wertewachstum-gmbh.de
Auch wenn wir davon ausgehen, dass die Börsen immer häufiger und heftiger schwanken: Wir sind davon überzeugt, dass Aktienanlagen ein zentraler Basisbaustein in den langfristig ausgerichteten Vermögensstrategien der meisten Anleger:innen sind. Auch wenn es keine Garantien geben kann: Unser Risikomanagementsystem CARA AI ist darauf ausgelegt Marktschwankungen besser einzuordnen und im Rahmen des Möglichen dazu beizutragen, die unvermeidlichen Schwankungen der Märkte besser zu ertragen.
Hennef, 08.12.2025
Andreas W. Korth
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Datum: 08.12.2025
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